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Heimweh beim Au Pair Aufenthalt

Bei jedem Auslandsaufenthalt schleicht sich Heimweh ein. Wir geben Tipps was ihr dagegen tun könnt.

Das Thema Heimweh beschäftigt eigentlich jedes Au Pair. Das eine mehr, das andere weniger. Bereits viele Au Pair Bewerber machen sich zum Zeitpunkt ihrer Bewerbung viele Gedanken dazu. Was ist wenn ich Heimweh bekomme? Was ist wenn ich den Au Pair Aufenthalt nicht durchstehe? Schaffe ich es für so lange Zeit ohne meine Familie und Freunde zu sein? Andere Bewerber wiederum sind sehr selbstsicher und verschwenden an das Thema Heimweh keine Gedanken. Sie sind dann oft überrascht, wenn es sie trotzdem trifft.

 

In unserer Erfahrung ist Heimweh während des Au Pair Aufenthaltes ein ganz normales Phänomen und es wird in den ersten Wochen so gut wie jeden treffen, den einen mehr, den anderen weniger. Es ist daher sehr von Vorteil, wenn man sich bereits vor dem Au Pair Aufenthalt ein bisschen Gedanken darüber macht wie man mit dieser Heimweh-Phase umgehen kann.

 

Wir möchten euch ein paar Tipps geben, die euch hoffentlich weiterhelfen.

 

1. Durchhalten

Es ist verlockend, vor allem bei starkem Heimweh, die Flinte ins Korn zu schmeißen und wieder nach Hause zu fliegen. Es kommt immer wieder vor, dass Au Pairs bereits nach wenigen Tagen aufgeben. Die ersten Tage, die ersten zwei Wochen sind die härtesten. Ihr kommt in ein neues Land, eine neue Stadt, eine neue Umgebung. Ihr seid umgeben von Menschen, die ihr nicht kennt und einer Sprache, die ihr nicht vollständig versteht. Natürlich ist dies schwer und man wünscht sich die vertraute Umgebung von zu Hause zurück. Hier ist es jetzt wichtig durchzuhalten und sich selbst zu motivieren. Bittet auch eure Familie und Freunde zu Hause euch zu bestärken durchzuhalten. Heimweh geht weg, wenn man daran arbeitet sich nicht mehr fremd zu fühlen. Das dauert eine gewisse Zeit, die man sich als Au Pair geben muss.

 

2. Das neue Zuhause

Macht euch euer neues Zuhause zueigen. Euer neues Zimmer bei eurer Gastfamilie fühlt sich am Anfang noch fremd und unpersönlich an. Richtet euch ein mit persönlichen Gegenständen. Hängt Fotos von euren Lieben zu Hause auf und dekoriert mit Postern, Tüchern, Decken, was auch immer ihr so von zuhause mitgebracht habt. Fehlt euch vielleicht noch etwas in eurem Zimmer? Manchmal können kleine Dinge immens zum Wohlbefinden beitragen. 

Lernt auch das Haus oder die Wohnung eurer Gastfamilie kennen. Natürlich nur die Bereiche, die nicht in den Privatbereich eurer Gasteltern fallen. Macht euch vertraut mit der Küche und den Kinderzimmern, damit ihr wisst in welcher Schublade was zu finden ist.

 

3. Die neue Familie

Eure Gastfamilie ist euch am Anfang noch fremd. Lernt sie kennen! Ihr werdet am meisten Zeit mit den Gastkindern verbringen, mit ihnen werdet ihr zwangsläufig Kontakt knüpfen und die Kinder besser kennenlernen. Versucht aber auch mit euren Gasteltern ins Gespräch zu kommen. Hier bieten sich gemeinsame Mahlzeiten an. Vielleicht kocht ihr ein Gericht, das ihr von zu Hause kennt und esst abends zusammen? Oder ihr begleitet eure Gasteltern am Wochenende auf einen Familienausflug. Sobald ihr eure neue Familie besser kennt, werdet ihr euch nicht mehr so fremd fühlen und das Heimweh wird besser.

 

4. Die neue Umgebung

Lernt euren neuen Wohnort kennen. Was befindet sich in fußläufiger Entfernung zu eurem neuen Zuhause? Gibt es Sehenswürdigkeiten, Supermärkte, Apotheken, Spielplätze, Kinos, Fitnessstudios, Bibliotheken, Geschäfte, Parks oder Spielplätze? Schaut euch um und lernt die Gegend kennen. Zu Hause in Deutschland kennt ihr jeden Winkel eures Wohnortes. Sobald ihr dies auch in eurem Gastland tut, wird sich alles besser anfühlen. 

 

5. Das neue Land

Besorgt euch Reiseführer oder informiert euch im Internet über die Sehenswürdigkeiten eures neuen Gastlandes. Was möchtet ihr sehen? Was möchtet ihr erleben? Was möchtet ihr essen? Macht euch Pläne für eure freien Tage und beginnt damit das Gastland zu entdecken. Ausflüge bieten einen tollen Ausgleich zum Alltagstrott und bieten euch die Möglichkeit euren Neues zu erleben und Dinge zu erleben, die ihr nie vergessen werdet.

 

6. Neue Freunde

Freunde sind zu Hause in Deutschland ein ganz wichtiger Teil eures Alltags gewesen. Man sah sich jeden Tag in der Schule und dann wieder am Nachmittag oder am Abend. Im neuen Gastland sind die Abende erst einmal leer, sobald die Kinder im Bett sind. Ändert das! Kontakte zu anderen jungen Leuten im Gastland ist einer der wichtigsten Mittel im Kampf gegen Heimweh. Ihr könnt andere Au Pairs in eurer Gegend meist relativ leicht kennenlernen. Entweder durch Kontakte, die euch über unsere Partneragenturen vermittelt werden oder sogar über Kontakte eurer Gasteltern. Falls es in unmittelbarer Nähe keine anderen Au Pairs gibt, meldet euch in einer Sprachschule an. Hier findet ihr auf jeden Fall Anschluss zu Gleichaltrigen. Auch das Internet bietet die Möglichkeit Au Pair Gruppen beizutreten, die sich zum Beispiel regelmäßig zu Ausflügen zusammenschließen und gemeinsam das Land erkunden.

 

7. Der Kontakt nach Zuhause

Heutzutage ist es dank Skype und Internet kein Problem mehr kostengünstig mit Deutschland in Verbindung zu bleiben. Wenn einen das Heimweh überkommt, kann ein Gespräch mit den Eltern, dem Freund oder der besten Freundin heilsam wirken. Manchmal tut es auch einfach gut mal wieder die Muttersprache zu sprechen und sich alles von der Seele zu reden. Aber Vorsicht! Nicht für jeden ist viel Kontakt mit zu Hause die beste Lösung. Für manche Au Pairs ist dies auch ein Hindernis, das einen davon abhält sich auf die neue Umgebung und die neuen Menschen im Umfeld einzulassen. Hier müsst ihr euch kritisch beobachten, was für euch am Besten funktioniert. Ihr solltet eure Kontakte zu Hause auf jeden Fall darum bitten euch immer darin zu bestärken den Au Pair Aufenthalt fortzusetzen.

 

8. Blogging oder Tagebücher

Es ist schön Erlebtes zu Teilen. Dies könnt ihr entweder privat nur für euch tun indem ihr ein Tagebuch schreibt. Oder ihr teilt es mit der Welt in Form eines Blogs. Was habt ihr heute erlebt? Positives und Negatives? Haben die Kinder euch heute das erste Mal umarmt und gesagt, dass sie froh sind, dass ihr da seid? Habt ihr etwas gegessen, was ihr bisher nicht kanntet? Oder ward ihr heute vielleicht an einem Punkt, wo ihr nicht weiterwusstet? Wie geht ihr damit um? Erlebtes aufzuschreiben kann helfen die Tage zu strukturieren, damit nicht alles zu einem einzigen Brei zusammenfließt.

 

9. Routine

Routine kennen wir von Zuhause. Schule, Hausaufgaben, Hobbies, Freizeitgestaltung. Im neuen Gastland fehlt diese Routine anfänglich noch. Versucht euch eine neue Routine zu schaffen. Welche Aufgaben werden von dir erwartet? Wann sollst du diese Aufgaben erledigen? Von wann bis wann sind deine Arbeitszeiten? Wann hast du Freizeit? Was kannst du mit den Gastkindern unternehmen während du auf sie aufpasst? Je mehr Routine du hast, desto sicherer wirst du dich im Alltag fühlen.

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